Yogablog

Negatives Denken

7 Aug 2025

Wenn ich Negatives denke, so setze ich in meinem Inneren negative Gedanken in Schwingungen. Vielleicht kommt der Ärger über meinen Chef wieder hoch, und ich steigere mich immer weiter in diese Missempfindung hinein. Wenn ich Negatives nicht nur denke, sondern auch noch ausspreche oder schreibe, so wirkt dieses nicht nur auf mich, sondern auch auf andere Menschen.

Schon mancher Patient kam in die Sprechstunde eines Arztes und hat geklagt: »Wenn man das alles in der Zeitung so liest, möchte man eigentlich gar nicht mehr leben.« Die Folgerung, die Quelle alles Negativen gar nicht mehr zu kaufen, wird leider nicht gezogen. Manche lesen morgens die Zeitung und ärgern sich dann einen halben Tag. Kein Wunder. Unser Leben ist das wozu unsere Gedanken es machen. Schwermut hindert uns an allem Guten.

Geduld

7 Jul 2025

Echte Geduld ist keineswegs ein Ausfluss von Resignation, der Müdigkeit, Gleichgültigkeit, letztlich also der Schwäche. Stehen wir vor den Werken der vergangenen Epoche der großen Geduld, vor den Kathedralen, vor Pachers und Riemenschneiders und Grünewalds Altären und den handgeschriebenen Büchern der Mönche, so geschieht uns etwas Seltsames und überaus Beglückendes: die Zeit die Unrast fällt von uns ab; die Ewigkeit blickt uns an und – wo wir zu schweigen und zu warten verstehen – spricht zu uns. Die Kunstwerke der frommen Zeit sind wie Gefäße der Geduld, sind Stein und Holz gewordene Geduld, wie ja Holz und Stein selbst auch Sinnbilder der Geduld, des langsamen und organischen Werdens sind.

Atme & Lausche

6 Jun 2025

Gut aufgerichtet, sitze in einer Weise, die Würde verkörpert. Oberkörper, Hals, Kopf gerade. Sinnesorgane und Geist auf das Herz gerichtet. Den Atem durch die Nase verfeinert. Alles akzeptieren, was die Sinnesorgane wahrnehmen – völlig offen – aufmerksam lauschen ohne bewerten, in der Position des Beobachters bleiben, ohne dich in Gedanken »hineinziehen« zu lassen. Alles direkt wahrnehmen, ohne dass dein Geist bewertet. Ruhiger, beständiger Atem und ein ruhiger Geist – völlig offen und frei von Denken und Intellekt.

Einatmend weist du: »Ich atem ein.«

Ausatmend weist du: »Ich atme aus.«

Während ich meinen ganzen Körper bewusst wahrnehme, atme ich ein.

Während ich meinen ganzen Körper bewusst wahrnehme, atme ich aus.

Ich werde, wie tiefes, ruhiges Wasser, von keiner Welle gestört. In diesem Wasser spiegelt sich alles klar und ruhig.

Durch diese konzentrierte Praxis kann ich alle Zerstreuung loslassen und mein Geist wird ruhig, still und konzentriert.

Der Atemrhytmus entspannt deinen Körper, deine Sinne, befreit deinen Geist. Ein entspannter Mensch leidet nicht unter Stresssymptomen.

Das Bewusstsein in der Stille

1 Mai 2025

Ein Bewusstsein in der Stille unterscheidet sich nur in einem Punkt von einem Bewussstsein das sich nicht im Zustand der Stille befindet:

Das Gesehene oder die objektive Welt ist zeitlich und immer in Veränderung begriffen.

Während die Freiheit des Nicht-Wählens zeitlos und wandellos ist.

Ein befreites Bewusstsein ist zeitlos.

Es wird ruhig und still.

Gedanken und Emotionen

1 Apr 2025

Wenn du das was du tust, nicht leicht, unbeschwert und voller Freude tust, heißt das nicht, dass du unbedingt etwas anderes tun solltest. Unter Umständen genügt es das »Wie« zu ändern. Das »Wie« ist immer wichtiger als das »Was«. Sieh zu, ob du dich nicht achtsamer auf dein Tun konzentrieren kannst, statt an das Ergebnis zu denken, das du damit erzielen willst. Sei mit gesammelter Aufmerksamkeit bei dem, was dir der Augenblick bietet. Dazu gehört auch, dass du voll und ganz akzeptierst, was ist, denn du kannst dich nicht mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf etwas konzentrieren, das dir eigentlich widerstrebt.

Stress wird dadurch erzeugt, dass du »hier« bist, während du eigentlich »dort« sein möchtest, du bist in der Gegenwart, sehnst dich jedoch nach der Zukunft.

Erregen deine Gedanken Schuldgefühle, Stolz, Widerwillen, Wut, Reue oder Selbstmitleid bei dir? Dann stärkst du nicht nur ein falsches Selbstwertgefühl, sondern trägst außerdem dazu bei, dass dein Körper schneller altert, weil sich in deiner Psyche die Vergangenheit akkumuliert. Hör mit diesem Wahnsinn auf, der deine Gesundheit und dein Leben ruiniert, anerkenne einfach den gegenwärtigen Augenblick. Sei einfach da und freue dich des Seins.

Warten ist eine Geisteshaltung, die eigentlich nichts anderes heißt, als dass du die Zukunft ersehnst, während dir die Gegenwart nicht zusagt.

Richte deine Aufmerksamkeit auf dein Verhalten, deine Reaktionen, deine Stimmungen, Gedanken, Emotionen, Ängste und Wünsche, so wie sie in der Gegenwart auftauchen. Das ist die Vergangenheit in dir. Wenn du gegenwärtig genug bist, um all diese Dinge zu beobachten, ohne dabei Kritik zu üben, zu analysieren oder zu werten, nimmst du dich deiner Vergangenheit an und löst sie durch die Kraft deiner Gegenwärtigkeit auf.

Solange deine Aufmerksamkeit vollkommen vom Denken in Anspruch genommen wird, bist du vom Sein abgeschnitten.

Akzeptiere. Denke nicht darüber nach. Werte und analysiere nicht. Hör auf das Denken als dein Selbst anzusehen. In dem Augenblick indem du den Denker zu beobachten beginnst, beginnt die Freiheit, mit der Erkenntnis, dass du nicht der »Denker« bist.

Fühlst du in dir eine Kraft zwischen Verstand und Emotionen, dann kannst du davon ausgehen, dass der Gedanke die Lüge und das Gefühl die Wahrheit ist.

Mach dir zur Gewohnheit, dich zu fragen: »Was geht in diesem Augenblick in mir vor?« Diese Frage weist dir die richtige Richtung.